Zur Stellungnahme des Bürgermeisters

Den Vergleich mit der Henne, die gackert, wenn andere „Eier“ legen, nehmen wir gerne auf uns (im Listenzeichen der Freien Liste findet sich nicht umsonst das Bild der Gans, die gelegentlich auch zubeißt).

Bautätigkeit auf der Seiser Alm - Richtigstellung

Wer Kritik übt, muss sich auch Kritik gefallen lassen, und dementsprechend räume ich ein, dass ich den Beschluss der Landesregierung zur Einschränkung der Bautätigkeit im Landschaftsschutzgebiet wohl mit dem Beschluss der I° Landschaftschutzkommission verwechselt habe, weshalb die Aussage der „Pillelen“ in diesem Zusammenhang freilich falsch war (vermutlich war der Wunsch Vater des Gedankens). Für diese unbeabsichtigte Fehlinformation möchte ich mich bei den werten Lesern entschuldigen.

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Verkehrsregelung

Die Position der Freien Liste ist keinesfalls so zu verstehen, dass wir uns einer vernünftigen Verkehrsregelung auf der Seiser Alm verschließen. Was wir aber kritisieren, ist das ausufernde Regelwerk, das vor lauter uneinheitlichen Kriterien und inhomogenen Kategorien von Berechtigten kaum mehr les- und anwendbar ist. Dies dürfte in den letzten „Pillelen“ hoffentlich zum Ausdruck gekommen sein. Die Freie Liste hat sich zu diesem Thema nicht nur aufs „Gackern“ beschränkt, sondern sich die Mühe gemacht, das Regelwerk zu analysieren und eine weitgehende Vereinfachung auf wenige, übersichtliche Kriterien zur Diskussion zu stellen. Dies wäre eigentlich im Sinne des vom Bürgermeister beschworenen Bürokratieabbaus. Was allerdings den Transport von landwirtschaftlichen Produkten mit dem LKW angeht, bekräftige ich meine Ablehnung. Jeder kann sich ausmalen, welch störenden Eindruck diese Fahrzeuge in einer alpinen Landschaft bei Wanderern und Erholungssuchenden hinterlassen. Der Vorschlag der Freien Liste für eine Vereinfachung der Verkehrsregelung kann auf der Internetseite www.freieliste.eu eingesehen (und kommentiert) werden.

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Zur Alm Als Wirtschaftsraum

Ich stimme zu, dass eine romantisierend-verklärende Ansicht der Seiser Alm nicht zeitgemäß wäre, da diese in der Tat seit Jahrtausenden einen Wirtschafts- und Siedlungsraum darstellt, um dessen Erhalt sich frühere Generationen verdient gemacht haben (sie hatten wohl gar nicht die Mittel, so zerstörerisch einzuwirken wie wir). Es kann aber nicht übersehen werden, dass mit dem Massentourismus, der Motorisierung und Mobilität, sowie der Mechanisierung der Landwirtschaft eine Entwicklung eingetreten ist, die mit dem Schutz einer sensiblen alpinen Landschaft nicht leicht in Einklang zu bringen ist. Die Herausforderung für die Verwaltung sollte darin bestehen, einen Ausgleich zwischen den (meist gut organisierten) Interessen der Wirtschaft und jenen (meist diffusen) des Umweltschutzes anzustreben. Wenn die Seiser Alm heute gelegentlich als „Negativbeispiel“ für die alpine Erschließung dargestellt wird, dann dürfte dies damit zusammenhängen, dass dieser Ausgleich in jüngster Vergangenheit leider nicht immer gelungen ist.

Aktualisiert (Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 21:10 Uhr)