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Aktualisiert (Sonntag, den 02. Mai 2010 um 11:49 Uhr)

 
Kommentare (11)
Mir stinkts!
1 Dienstag, den 20. April 2010 um 14:26 Uhr
Hans

Kaum hat der Frühling begonnen, stinkt Kastelruth wieder zum Himmel. Die Güllegruben haben sich über den Winter gefüllt und müssen geleert werden. Das Ausbringen der Gülle hat mit Düngen aber nicht mehr viel zu tun, das sieht vielmehr nach wildem Entsorgen aus. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, Gülle so aufzubereiten, dass sich die Geruchsbelästigung in einem erträglichen Rahmen bewegt (Zugabe von Steinmehl oder Sauerstoff uvm.). Aber mit der Frühjahrsleerung ist es nicht getan, nein, das Spielchen wiederholt sich jedesmal, sobald sich ein bisschen Regen ankündigt. Bis in den späten Herbst hinein wird einem der Aufenthalt im Freien oft verleidet. Essen auf der Terasse oder dem Balkon und das Trocknen der Wäsche an der Sonne kann man vergessen.Auch wenn es Gesetze zur Abfall- und Abwasserentsorgung gibt, scheinen diese nicht für Bauern zu gelten. Warum wohl? Fehlt es einfach an den entsprechenden Kontrollen? Was würde wohl passieren, wenn ich Ferkel genug wäre und meinen Dreck einfach in meine Wiese kippen würde, anstatt brav meine Müll- und Abwassergebühren zu bezahlen? Fühlt sich in unserer Gemeindeverwaltung wirklich niemand für diese oft unerträgliche Geruchsbelästigung zuständig? Wo landen die vom Regen ausgespülten Güllereste, etwa in unserem Trinkwasser? Ich weiß, dass es viele Bauern gibt, die ihrer Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen nachgehen. ihnen gilt mein ganzer Respekt. Von den anderen erwarte ich mir, dass auch sie, wie wir "Nichtbauern", sich an bestimmte Regeln und gute Gepflogenheiten halten. Hans

Seiser Alm- Quo vadis?
2 Donnerstag, den 29. April 2010 um 09:19 Uhr
Astrid Amico

Die Seiser Alm ist dermaßen verbaut worden und hat total den Almcharakter verloren so dass ich es vorziehe andere Almen zu besuchen. Vielleicht war sie einmal die schönste Alm weit und breit (?), das hat sich aber radikal geändert, sie ist zu einem Touristenrummelplatz verkommen dem man lieber ausweicht. Das Traurige an der ganzen Sache: es ist noch nicht fertig gebaut, man hat noch nicht genug ruiniert, es gäbe durchaus noch freie Plätzchen die man mit ruhigem Gewissen der unglaublichen Bauwut opfern könnte!

marinzenlift
3 Mittwoch, den 05. Mai 2010 um 21:01 Uhr
gigi
als begeisterter gast und fan von kastelruth freue ich mich, hier die kastelruther von einer anderen seite kennen zu lernen. der wahlkampf machts möglich... jedoch frage ich mich eins; warum ist der marinzenlift kein thema hier? meiner ansicht nach brauchts kein bad, keine wunder - nur noch einen einzigen lift der mir (und glauben sie mir) vielen anderen skiurlaubern das glück vervollständigen würde. wers nicht glaubt, der frage mal im winter bei uns gästen ein bisschen rum... (zwar müsste man ja vor allem bei denen fragen, die eben wegen dem fehlenden anschluss marinzen nicht kommen).
machts guat!
marinzenlift
4 Donnerstag, den 06. Mai 2010 um 07:45 Uhr
christoph
hallo gigi,
mit dem marinzenlift meinen Sie wohl die Anbindung von Marinzen auf den Puflatsch? Das Thema ist sehr kontrovers und sollte unvoreingenommen diskutiert werden. Derzeit reicht eine Bahn auf die Alm als Verbindung vollkommen, zwei Bahnen würden sich gegenseitig Konkurrenz machen und vermutlich wirtschaftlich nicht lange überleben. Der Eingriff in ein sensibles Gebiet wie den Puflatsch erscheint uns sehr problematisch. Die Landschaft ist unser aller "Kapital", wir dürfen sie nicht kurzfristigem Profitdenken opfern. Dies sind nur einige unserer Argumente.
marinzenlift
5 Samstag, den 08. Mai 2010 um 19:34 Uhr
gigi
danke christoph
natürlich respektiere ich diese meinung. meiner ansicht nach denke ich nicht kurzfristig und bin eigentlich auch kein umweltfrefel (jeder der ferien in den alpen macht, geht nicht nach kanada... und die anreise macht 80% co2 austosses von ferienreisen aus). der puflatsch ist ein tolles gebiet, aber bei weitem nicht das einzige. es ist eine grundsatzfrage und wie es mir scheint, sind die kastelruther mit der momentanen lage nicht ganz zufrieden. also entweder zufrieden sein mit dem was man hat, oder etwas "opfern" - alle anderen hier gelesenen vorschläge werden kaum mehr gäste bringen (kongresszentren, hallenbäder gibts mehr als genug. ein irrgarten hat man nach einem mal auch gesehen - vergesst nicht, alle tourismusorte fischen im selben teich aber wenige hätten es so einfach, in ein top-skigebiet enzusteigen).
@ Gigi: Marinzenlift
6 Samstag, den 08. Mai 2010 um 20:38 Uhr
Silvia

Gigi, jetzt mal ganz ohne Umweltfrevel und ökologische Fußabdrücke ;-) „Die Kastelruther“ sagst du, seien mit der momentanen Situation nicht ganz zufrieden. Das mag stimmen, wobei allerdings nicht ganz klar ist, ob die, die am lautesten schreien und nach „Anbindung“ rufen, auch die Mehrheit repräsentieren?! Das sollte vielleicht einmal eingehend überprüft werden. Dass du die „mehr als genug Hallenbäder“ ansprichst, freut mich sehr: Wenn wir bedenken, dass es in Kastelruth aus Rentabilitätsgründen kein Hallenbad geben darf (vorausgesetzt, wir wollten eins…), weil in nur 8 km Entfernung auf Gemeindegrund schon eines besteht, dann stellt sich doch auch die Frage, wie wir ganze 3 (!) Hochleistungs-Seilbahnen auf eine einzige Seiseralm und auf einer Strecke von knapp 12 (Straßen-)Kilometern rechtfertigen wollen?! Wenn überdies, wie du meinst, „alle im selben Teich fischen“ – welche sind dann wohl die sehr schnell absehbaren Folgen für den Teich bzw. seinen Fischbestand?! Und: Du bist im Urlaub (!!!) und willst allen Ernstes behaupten, dass du nicht zwei Mal am Tag die Zeit für einen Transfer über 3 (!!!) km aufbringen kannst/willst?! Das finde ich schon sehr bemerkenswert :-) Allerdings: Die Art und Weise, wie wir dir und unseren anderen Gästen, aber auch uns Einheimischen, der Landschaft und der Umwelt diesen Transfer „zumuten“ wollen: Darüber muss m. E. diskutiert werden. Da gibt's m. E. einiges zu verbessern. Und, last but not least: Wir haben das große Glück, (auch) eine sehr starke und sehr lange Sommersaison zu haben. Andere Gebiete haben nur den Winter und riskieren deshalb wohl auch schon mal eine "Überfischung". Sie haben ja keine Alternative(n) ;-)


NB: "Opfer" sind meist die unglücklichsten aller möglichen Lösungen, findest du nicht auch?!

Marinzenlift
7 Montag, den 10. Mai 2010 um 10:16 Uhr
christoph
hallo gigi,
mit 2.200.000 nächtigungen jährlich zählt kastelruth zu den absoluten spitzenreitern in südtirol. daher ist die unzufriedenheit der kastelruther (wie schon die malikstudie bestätigt) meist ein "jammern auf hohem niveau". die herausforderung besteht nicht darin, mehr gäste anzuziehen, sondern wenn schon, die wertschöpfung zu steigern. kastelruth kann es sich ohne weiteres leisten, den puflatsch nicht zu verbauen. unsere nachkommen (und die unserer gäste) werden es uns danken.
Marinzenlift
8 Mittwoch, den 12. Mai 2010 um 14:13 Uhr
gigi
oh je, jetzt hab ich mir was eingebrockt, dabei will ich mich ja bloss erholen bei euch und ja, silvia, es stört mich als schönwetterpilot, jedes mal 3 km transfer fahren zu müssen. (man nennt das schwellenangst) oft stehe ich nur 2-3 stunden auf den skieren und das relativ spontan. zwar weiss ich nicht, was die malik-studie ist, aber ich glaube eh kaum einer studie, die ich nicht selber gefälscht habe ;-)). wenn ich eine neue hose kaufe und dafür 100 euro bezahle, dann ist das auch ein opfer und angesichts meiner garderobe nicht das unglücklichste ;-) erstaunt nehme ich zu kenntnis, dass kastelruth nicht mehr gäste anziehen will und es kommen mir dabei einige schweizer bergferienorte in den sinn, die anfang der 90er auch mal so gedacht haben. man vergleiche die nächtigungen der schweizer destinationen mit jenen südtirols. (oder anders gesagt; ein sportler, der aufhört, nach einem neuen rekord zu jagen, der verschwindet von der bildfläche...)
regnerische grüsse
@ Gigi: Marinzenlift... ooops :-)
9 Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 07:06 Uhr
Silvia

Fehlinterpretation, vielleicht? Natürlich wollen wir auch mehr Gäste anziehen... in Wahrheit können wir davon nie genug bekommen ;-) Wir wissen sehr wohl, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Die Frage, die sich in dem Zusammenhang stellt ist einzig, ob wir dafür die Brechstange benutzen wollen oder müssen - oder ob auch andere Wege in Frage kämen, die möglicherweise weniger "Porzellan zertrümmern"... und deren positive (Aus)Wirkung(en) "weitläufiger" und breiter gefächert ist/sind. Darüberhinaus: Zahlen, die für sich allein stehen, sind ja nie sehr aussagekräftig. Unsere Nächtigungszahlen müssen insofern wohl auch im größeren Rahmen gesehen werden, z. B. auf wieviele Betten sie sich verteilen und ob (auch) deren Zahl zugenommen hat. Je größer das Rad, desto größer die Mühe/n und der nötige Kraftaufwand, es in Schwung zu halten. Da gilt es m. E., gut abzuwägen. Erhol dich gern weiter bei uns :-)

Seiseralm - Nur noch für Reiche?
10 Donnerstag, den 08. September 2011 um 06:34 Uhr
Alex
Hallo zusammen,

ich finde die Entwicklung auf der Seiseralm einfach schrecklich und nicht nachvollziehbar. Aus vielen kleinen oder auch größeren Hütten und Pensionen werden 4 Sterne Tempel welche für den Otto-Normal-Verbraucher nicht mehr zu bezahlen sind. Die Gemütlichkeit geht seit Jahren zurück, die Preise ziehen jedes Jahr an und das nicht nur im Bereich der Übernachtungen, sondern auch bei Speisen, Getränke, Skipass, Skisschule usw.

Ich komme schon seit Jahrzehnten zum Winterurlaub auf die Seiseralm, weil mir die Lage, die Gemütlichkeit und die Einheimischen am Herzen liegen bzw. lagen.

Mittlerweile bin ich Familienvater und kann mir diese Preisentwicklung nicht mehr leisten und meinen Kindern nicht mehr die Schönheit der Alm zeigen wie ich sie kennen gelernt habe.

Ich werde wohl auf andere Urlaubsorte ausweichen, bei denen man wirklich auf Familien Rücksicht nimmt.

Die Familienfreundliche Seiseralm gibt es leider nur noch auf dem Papier.

Da nutzen auch keine geplanten Liftverlängerung Marinzen auf Puflatsch oder einen Anbindung Saltria - Monte Pana.

Die Seiseralm wird wohl in absehbarer Zeit nur noch ein Urlaubsort für die oberste Schicht werden.
Seiser Alm
11 Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 18:35 Uhr
Christoph Senoner
Werter Alex,
ich bin überzeugt, dass viele Personen Deine Ansicht zur Entwicklung der Seiser Alm teilen. Leider hat man es verabsäumt, die Rahmenbedingungen für die Bautätigkeit auf der Alm rechtzeitig anzupassen, nachdem (oder bevor) man den Bau der Umlaufbahn genehmigt hatte. Seither hat der Erschliessungsdruck auf die Alm in ungeahntem Maße zugenommen. Was die Preise angeht, sollte vor allem die Preispolitik der Umlaufbahn überdacht werden, da diese praktisch über ein Zubringermonopol verfügt. Andrerseits bin ich überzeugt, dass die Alm nach wie vor ein Gebiet von einzigertiger Faszination darstellt. Wir müssen alle (Gäste wie Einheimische) darum bemüht sein, die Schönheit der Alm zu erhalten, denn Sie ist ein Allgemeingut von unschätzbarem Wert.