Über die Liftverbindung Saltria – Confin Böden – Monte Pana haben wir bereits soviel gesagt und geklagt, dass wir es beinahe leid sind, uns ständig wiederholen zu müssen. Fast die Gesamtheit aller namhaften Umweltschutzorganisationen unseres Landes haben sich ebenfalls wiederholt gegen dieses landschafts- und naturverachtende Projekt ausgesprochen.


Inzwischen haben sich über die Medien auch der Landeshauptmann von Südtirol und der Landesrat für Natur und Umwelt gegen das neue Liftprojekt und für die Erhaltung der unberührten und unter Landschaftsschutz stehende Zone ausgesprochen. Der Gemeinderat von St. Christina hat neben diesen Argumenten auch gewichtige wirtschaftliche Gründe gefunden und sich beinahe einstimmig gegen die Verbindung Saltria – Monte Pana ausgesprochen.

Dies alles scheint Andreas Colli – Anwärter auf das Bürgermeisteramt der Gemeinde Kastelruth – in keinster Weise zu beeindrucken. Im Gegenteil, wie wir im Mittagsmagazin des Sender Bozen hören konnten. Sollte die Verbindung Saltria – Monte Pana nicht zu realisieren sein, plant Herr Colli eine Verbindung von Saltria über die Schneiden (Plattkofel) ins Durontal und weiter.....

Wir würden jetzt gerne starke Worte gebrauchen, die uns unsere gute Kinderstube allerdings verbietet. Wie verbohrt und gewissen Kreisen hörig muss jemand sein, um sich anerkannten Umweltschutzverbänden, Vertretern der Landesregierung und einem guten Teil der Bevölkerung der Gemeinden Kastelruth und St. Christina entgegenzustellen? Wie kurzsichtig ist jemand, der dieses einmalige und unwiederbringliche Gebiet um den Plattkofel dem Interesse weniger opfern will? Wie glaubhaft ist jemand, der gestern noch, unter der Flagge der „Freie Liste“, gegen die Liftverbindung Col da Fil und der „Umlaufbahn Seis-Seiseralm“ auf die Barrikaden gestiegen ist und heute ohne mit der Wimper zu zucken eine 180-Gradwendung vollzieht?

Das Gebiet um Lang- und Plattkofel ist eines der wenigen (beinahe) intakten Areale der Seiseralm. Doch wie lange noch? Die Bauwut scheint ständig zuzunehmen. Einst mit Vinzenz Karbon, dann mit Hartmann Reichhalter und morgen...? Wir können nicht glauben, dass diese fatale Serie fortgesetzt werden soll.

So lange die Betreiber des Projektes kein Einsehen haben, brauchen die Umweltorganisationen jede Unterstützung.

 

Aktualisiert (Sonntag, den 02. Mai 2010 um 11:38 Uhr)