Mit einem Paukenschlag läutete der Bürgermeister von Kastelruth - exakt einen Monat vor dem Wahltermin - den Wahlkampf mit der Präsentation eines wahren Mammutprojekts "Kastelruther Kräuterbadl" ein. Von wem die Sache ausgeht und wer dahinter steht, ist allerdings nicht ganz klar.


Hat Reichhalter (gemeinsam mit Arch. Paul Senoner und Karikaturist H.P. Demetz) sein jüngstes Kind als Privatmann initiiert? So scheint es wohl, da nämlich längst nicht alle Räte und Referenten davon wussten. Aber: Wie konnte er dann bei der Präsentation als Bürgermeister auftreten? Wer bezahlt Honorare der Co-Ideatoren? Wer gab die Broschüre in Auftrag, und an wen wird fakturiert? An die Bürger der Gemeinde Kastelruth? Wer hat den Gemeindesaal angemietet, und zu welchen Bedingungen? Und wer im Rathaus verschickte in wessen Auftrag die Bekanntmachungen an die Presse? Und warum diese Geheimniskrämerei? Wahrscheinlich kann der Bürgermeister alle Fragen restlos klären - ein bitterer Beigeschmack bleibt trotzdem: Kein Politiker hat das Recht, das ihm anvertraute Amt für seine persönliche Wahlwerbung zu benutzen und sich mit dessen Hilfe vor seine Mitbewerber zu stellen. Fairness und Demokratie gehen anders.

(Silvia Rier)

Aktualisiert (Sonntag, den 02. Mai 2010 um 10:39 Uhr)