Die Tourismusbranche umwirbt ihre Gäste mit der unberührten Natur, die sie Stück für Stück zunichte macht. Die Seiser Alm ist ein Paradebeispiel für diese Zwiespältigkeit. Neue Hoteldörfer und Hotelkomplexe entstehen im Landschaftsschutzgebiet. Nie wurde auf der Alm so viel gebaut, erweitert, planiert, gegraben wie in den letzten Jahren. Auch wenn dies vor allem durch eine planlose Landesraumordnung ermöglicht wird, trägt hier die Gemeinde die Hauptverantwortung. Von ihr sollten endlich klare Impulse ausgehen, die Seiser Alm als einzigartige Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten, anstatt sie kurzfristiger Profitgier zu opfern.

Aktualisiert (Sonntag, den 02. Mai 2010 um 10:43 Uhr)