Der Marinzen ist ein alpines Kleinod und viel zu schade für fantasie- und lieblose 08/15-Projekte. Die Dorflifte sollten zweifelsohne erhalten werden, unter der Voraussetzung allerdings, dass die wirtschaftliche Selbständigkeit gegeben ist und nicht à priori auf die Unterstützung durch Steuergelder gesetzt wird. Skifahren darf und kann nur ein (nachgeordneter) Aspekt der Wieder- und Neubelebung sein; der Schwerpunkt sollte auf die sehr viel längere - und kostengünstigere - Sommersaison gelegt werden, sodass der Sommer- den Winterbetrieb mit trägt. Denkbar wären z. B. ein Bade-Naturteich (Eislaufplatz im Winter), ein alpiner Schau-/Lehrgarten oder Lehrpfad, ein "grünes" Seminar- und Kongresszentrum, auch - warum nicht - ein kleines (Natur-)Museum und dergleichen mehr; wichtig wäre zudem eine herausragende Gastronomie, und zwar im architektonischen, kulinarischen, aber auch im "Erlebnis"-Sinne. Ein großzügig angelegtes Labyrinth wäre phantastisch und wohl ein weithin einzigartiger Publikumsmagnet.

Aktualisiert (Sonntag, den 02. Mai 2010 um 10:49 Uhr)